Write about your typical crafting time. When it is that you are likely to craft – alone or in more social environments, when watching TV or whilst taking bus journeys.

 

Ich habe keine typische, ritualisierte Zeit in der ich stricke. Wenn ich etwas möglichst schnell fertig  bekommen möchte, nutze ich jede freie Minute zum stricken. Wenn mich ein Projekt langweilt, stricke ich gar nicht und warte bis meine Motivation zurück kommt. -Ich bin übrigens richtig gut darin, nicht zu stricken. Ich habe den ganzen letzten Sommer verbracht ohne eine einzige Masche anzuschlagen.

Allerdings gibt es eine Strickzeit, die mir am liebsten ist: Es gibt nichts schöneres als eine strickende freundin zu treffen und Stunden über Stunden in einem Café zu verbringen, zu quatschen, stricken, Kuchen zu essen, oder -noch besser- eines dieser umfangreichen Frühstücke zu verzehren, die es hier bis 16 oder 17 Uhr gibt.

 


 

Is there a pattern or skill that you don’t yet feel ready to tackle but which you hope to tackling in the future, near or distant?

 

Lasst uns übers Häkeln sprechen!
Ich habe es in der Grundschule gelernt, noch vor dem Stricken, habe mich für letzteres aber immer mehr begeistern können.
Das letzte, das ich gehäkelt habe war ein Wurm aus bunter Wolle, etwas 1 1/2 Meter lang und mit 15 Zentimeter Durchmesser. Ich war zwölf und das war nicht meine Idee, sondern die der Handarbeitslehrerin… Seitdem habe ich Häkelnadeln nur noch dazu benutzt verlorenen Maschen hochzuholen.

Gelegentlich stolpere ich auf ravelry allerdings über Häkelprojekte die den Wunsch in mir wecken das zu ändern.

Eines davon ist juliep55′s cocheted bag. Wäre das nicht die perfekte Tasche für den Sommer?

Ein anderes, eher ungewöhnliches, ist nitsirk’s “Free Form Birds”. Großartige Idee und ich finde Freiform häkeln sehr faszinierend.

Und dann habe ich hier immer noch das Rowan Magazin herumliegen, mit der Anleitung für Lotus. Vielleicht die schönste Strickjacke, die ich je gesehen habe. (Und ich durfte sie schon in live bewundern, die Handarbeitsabteilung des KaDeWe hatte damals ein Austellungsstück.)
 

 

Sie ist gestrickt, die Borde aber gehäkelt.

Und dank der Inspiration all dieser wunderschönen Dinge habe ich kürzlich wieder gehäkelt.

Mir kam der Gedanke, ich bräuchte dringend einen Untersetzer für meinen Schreibtisch. (Alte gefaltete Papierblätter unter Teetassen sind nicht sonderlich schick.) Und da ich mich sehr abenteuerlustig fühlte an diesem Tag, griff ich zur Häkelnadeln und einem Wollrest.

 

Das ist dabei herausgekommen:

 

 

Das Muster ist “Headband with Flower” (oder eher “Blume ohne Haarband” in meinem Fall) von creativeyarn.

Es fühlte sich seltam an, nach all diesen Jahren wieder zu häkeln. Irgendwie wußten meine Finger was zu tun ist, ich konnte mich aber an keine einzige Maschen mehr erinnern und mußte einen Online-Häkellehrgang zu rate ziehen. (Und meine Mutter, eine Handarbeitsleherin, anrufen und ihr ein paar Fragen stellen.

Ich war sehr stolz darauf, als ich es fertig hatte und ich mag es wirklich.

 

 

 

 

 

Was passierte mit deinem __________?

 

…ersten Paar selbstgestrickter Socken.

(Sag mir, wo die Socken sind, wo sind sie geblieben…)
 

 
Ich habe diese Socken im Juni 2008 gestrickt, sie waren mein erstes Strickprojekt nach einer Pause von etlichen Jahren. -Wirklich regelmäßig hatte ich aber auch vorher nicht gestrickt. Alle paar Jahre mal ein kleines Projekt, einen Schal für den Freund z.B., Sachen dieser Art…

Das änderte sich schlagartig als ich ravelry entdeckte. Plötzlich war ich nicht mehr auf spießige Strickzeitschriften voller biedere Modelle angewiesen. Stattdessen tat sich vor mir eine ganze Welt voller wunderschöner, ambitionierter und vor allem tragbarer Strickdesigns auf.

Ich war begeistert und wollte sofort wieder mit dem Stricken beginnen. Es schien mir vernünftig, mit etwas einfachen anzufangen. Ich eilte also in die Wollabteilung des nächsten Kaufhauses und schnappte mir ein Nadelspiel und die erstbeste Sockenwolle die mir in die Finger kam: Eine selbstmusternde Regia Color.

Den Rest des Monats habe ich mit Sockenstricken verbracht. In Anbetracht des heißen Temperaturen, 30° C und höher, fühlte sich das etwas seltsam an. (“Der nächste Winter kommt bestimmt”, kommentierte mein Mann als ich strickend am See saß.

Ich war sehr stolz auf die fertigen Socken und habe sie viel getragen. Aus gegebenen Anlass habe ich mich heute gefragt, wo sie eigentlich sind. In den Tiefen meines Schrankes habe ich sie schließlich gefunden und mehrere kleine Löcher in den Sohlen entdeckt. Vermutlich habe ich sie irgendwann mit dem Vorsatz weggepackt, sie zu stopfen und dann vergessen.
 

 
Warum nicht die Gunst der Stunden nutzen und es nachholen. Zum Glück hatte ich noch einen Rest der Wolle in meinem Stash.
 

 

Ich war so auf das Stopfen konzentriert, daß ich völlig vergessen habe ein Foto davon zu machen. Ich habe diese Anleitung benutzt. Mangels Stopfei habe ich einen meiner Silikon Jonglierbälle zweckenfremdet. Natürlich habe ich penibel darauf geachtet, kein Loch hinein zu stechen.

 

 

Meine Oma wäre stolz auf mich. (Ich werde sie fragen ob sie mir ein altes Stopfei abtreten kann, wenn ich sie das nächste mal sehe.

 

Die Organisation meines Stash ist unspektakulär. Glaubt es oder nicht, ich habe relativ wenig Wolle zuhause. Also spiele ich heute den Jocker aus:

Schmuck und Verzierungen können alle mögliche Formen haben. Manche sind nicht rein dekorativ sondern haben  einen praktischen Nutzen. Andere dienen nur dazu, einem Gegenstand das “besondere Etwas” zu verleihen.

 
Mein liebster Schmuck für ein Strickstück vereint beide Eigenschaften: Er ist sowohl funktional als auch dekorativ. Ein hölzerer Haarstab, den ich benutze -oder benutzte, der Winter ist vorbei- um meinen ‘Noble Cowl’ zu tragen.
 

 

Der Schalkragen ist sehr weit und während des Strickens realisierte ich, das ich eine Schalnadel brauchen werde um ihn etwas enger zu stecken. Ich stöberte auf Etsy, entdeckte dort eine hübsche aus Kupfernadel und kaufte sie. Sie benötigte zwei oder drei Wochen für den Weg nach Europa.

 

 

In der Zwischenzeit hatte ich den Kragen fertiggestrickt und wollte ihn natürlich sofort tragen. Ich sah mich nach einem Schalnadel-Ersatz um und bekam einen meiner Haarstäbe in die Finger. (Kunststück, die Dinger liegen hier überall verstreut herum.) Ich hätte erwartet, daß der Stab nach kürzester Zeit wieder aus dem Gestrick rutschen würde. Tat er aber nicht. Er hielt perfekt. Und sah toll aus.

 

 
Als die Kupfernadel ankam habe ich sie pflichtbewußt ein paar Mal benutzt. Sie ist zweifellos wunderschön, aber fast zu klein für den dicken Stoff und etwas fummelig zu benutzen. Inzwischen frage ich mich, warum ich sie überhaupt gekauft habe. Vielleicht werde ich sie als Haarspange zweckentfremden, mal sehen.

Etwas anderes, das ich gerne zeigen würde, sind die Knöpfe meiner “French Press Slippers”.
 

 

Ihr denkt, sie haben nichts spektakuläres an sich? Sie sehen nicht großartig anders aus als die Originalknöpfe der Originalschuhe?
Richtig! Genau das was ich wollte. Mir gefielen die Lederknöpfe des Originals so gut, das ich mich auf die Suche nach ähnlichen gemacht habe. Und welche gefunden habe, in der Kurzwarenabteilung eines Kaufhauses. Ich war glücklich. -Zumindest bis ich auf den Preis geschaut und festgestellt habe, daß sie mehr kosten als die Wolle für das Projekt. (Zwei Knäuel Cascade 220.)

Ich habe sie trotzdem gekauft. Und erwarte nun von ihnen, daß sie nicht nur dieses Paar Hausschuhe überleben, sondern auch noch drei weitere… Mindestens.

 

“Schau auf die Projekte des vergangenen Jahres zurück und vergleiche dein heutigens Wissen und deine Fähigkeiten mit denen vor einem Jahr.”


 

1. Ich habe ein Selbu Modern gestrickt und dabei das zweihändige Fair-Isle-Stricken gelernt. Mit meiner Linken Hand kontinental, so wie immer, und englisch mit meiner rechten. Ich bin immer noch von mir beeindruckt.

 


2. Ich habe mein erstes Strickmuster, Winterberry, entworfen und veröffentlich. Unglaublich viel Arbeit, viel mehr als ich erwartet habe, aber ich habe sehr viel dabei gelernt. Und das beste: Es gibt Leute, die es stricken und mögen.

 

3. Endlich habe ich eine Ferse mit verkürzten Reihen hinbekommen. Vor zwei Jahre, als ich meine ersten Paar Socken strickte, habe ich es schon mal probiert, vergeblich. Nun habe ich es wieder versucht und plötzlich war es kein Problem mehr.

 

4. Mein Englisch verbessert sich rapide. Keine Ahnung warum. Muß irgendein unbekannter Nebeneffekt des Strickens sein…

 
 

Fähigkeiten +4. Wow!

 


Wähle zwei Garne aus, die du verstrickt hast, in deinem Stash hast oder gerne hättest und erzähle, warum du sie magst oder nicht.”

Das erste von mir gewählte Garn ist Zauberwiese Ayana Silk aus 70% Seide und 30% Seacell. Gekauft habe ich es vor zwei Jahren, im März 2008, rund 8 Monate nachdem ich im Sommer 2007 wieder zu stricken begonnen habe.

 

 

Ich hatte bereits kleinere, leichte Laceprojekte gestrickt, eine Ishbel und einen Lace Ribbon Scarf z.B., und fühlte mich bereit für mein erstes großes, komplizierteres Tuch. Und natürlich sollte es aus einer besonderen Wolle sein.
Als die goldenen Sea Silk im Online Shop sah, habe ich mich augenblicklich in sie verliebt. Ich zögerte ein paar Tage bevor ich sie kaufte -Sea Silk ist nicht gerade preiswert- konnte ich ihr letztendlich aber nicht widerstehen.

 

 
Ich entschloss mich eine ‘Caricia‘ von Anne Hanson daraus zu stricken und habe meine Wahl nicht bereut.

Es war ein Vergnügen mit dem Garn zu stricken. Ich liebte das Gefühl der Seide zwischen meinen Fingern, ihren wunderbaren Glanz und vor allem ihren Geruch. -Ich weiß, viele können den typischen Geruch von Seide nicht ausstehen, aber ich mochte ihn. Er erinnerte mich an den Geruch des Meeres, und das ist nicht die schlechteste Assoziation wenn man mit Algenfasern strickt und davon träumt, das Tuch im kommenden Urlaub am Mittelmeer zu tragen.
 

 

(Den letzten kostbaren Rest bewahre ich nach wie vor auf, für den Fall, daß ich die Caricia einmal ausbessern muß. Ich hoffe, ich werden ihn nie brauchen.)

Die zweite Wolle ist Garnstudio Drops Alpaca. Ich muß zugeben, es sieht sehr hübsch aus auf den Bildern. Dennoch sind meine Gefühle für dieses Garn etwas ambivalent. Mein Hauptproblem: Ich habe keine Ahnung was ich damit anfangen soll.

 

 
Gekauft habe ich es im Juli 2009, nachdem die Caricia fertig war. Ich wollte eine Juliana damit stricken. Bei der Maschenprobe merkte ich allerdings, daß es für dieses Muster viel zu fein ist. Ravelry bezeichet es als Sport Weight, die Maschenprobe bei Garnstudio enspricht sogar Dk. Ich würde es als Fingering bezeichnen oder als “feine Sockenwolle”.

Es wäre klug gewesen, es zurück zu schicken. Ich habe es nicht getan, denn trotz allem mag ich die Wolle. Die Weichheit, das schöne Grün…
Ich habe versucht, es doppelt zu nehmen. Ein anders Muster dafür zu finden… Nichts hat mich wirklich überzeugt.
 

 
Schließlich habe ich begonnnen, einen Bitterroot Schal damit zu stricken. Ich habe ihn nicht vollendet, etwas anderes kam dazwischen. Nun bin ich unentschlossen, ob ich ihn weiterstricken soll oder ich ihn lieber auftrenne und die Wolle für ein größeres Projekt spare. Nach wie vor würde ich gerne eine Jacke oder eine Pullover daraus stricken.

Also falls jemand von euch eine Idee, was man mit neun Knäuel Alpaka machen kann, ich bin für Vorschläge offen!
(Ich denke über “Cria” nach. Die Maschenprobe passt, aber ich hätte es lieber in einer anderen Farbe…)