In eigener Sache

17. April 2012

Aus aktuellem Anlass mal ein paar klare Worte: Ich bekomme immer wieder Anfragen, via Kommentar oder E-Mail, mit der Bitte, jemanden eine Kopie einer kostenpflichtigen Strickanleitung (oft die French Press Slippers) zu schicken.

Und immer wieder frage ich mich: Leute, wie kommt ihr auf solche Ideen?

Wieso bitte sollte ich eine von mir käuflich erworbene Anleitung illegal wildfremden Personen zu Verfügung stellen und meinen Strick- und Designkolleginnen damit in den Rücken fallen?

Habt ihr ansatzweise eine Vorstellung davon, wie viel Arbeit es ist, ein Strickmuster zu entwerfen, aufzuschreiben, zu layouten, etc. pp.? Ich gönne es jeder, ein paar Euro damit zu verdienen und einen Lohn für ihre Mühen zu bekommen.
Nur weil jede Menge kostenlose Strickmuster im Netz zu finden, wie auch hier auf dieser Seite, heisst das nicht, dass ein allgemeines Recht darauf besteht.

Des Weiteren frage ich mich: Geht ihr auch in Wollgeschäfte und bitte darum, das Garn für ein Projekt gratis zu bekommen? Vermutlich nicht, oder?
Warum ist die Bereitschaft, für materielle Dinge Geld auszugeben -gute Stricknadeln, das 100ste Knäuel bunter Sockenwolle- so viel höher als für geistige Güter? (Generell. In vielen Bereichen des Lebens.)

Wir alle wissen, dass selbst stricken meist teuerer ist als kaufen. Was ist das Problem dabei, zuzüglich zu dem Geld, das wir gerade für hochwertige Wolle ausgegeben haben, noch ein paar Dollar in die hochwertige Anleitung zu investieren?

Was passierte mit deinem __________?

 

…ersten Paar selbstgestrickter Socken.

(Sag mir, wo die Socken sind, wo sind sie geblieben…)
 

 
Ich habe diese Socken im Juni 2008 gestrickt, sie waren mein erstes Strickprojekt nach einer Pause von etlichen Jahren. -Wirklich regelmäßig hatte ich aber auch vorher nicht gestrickt. Alle paar Jahre mal ein kleines Projekt, einen Schal für den Freund z.B., Sachen dieser Art…

Das änderte sich schlagartig als ich ravelry entdeckte. Plötzlich war ich nicht mehr auf spießige Strickzeitschriften voller biedere Modelle angewiesen. Stattdessen tat sich vor mir eine ganze Welt voller wunderschöner, ambitionierter und vor allem tragbarer Strickdesigns auf.

Ich war begeistert und wollte sofort wieder mit dem Stricken beginnen. Es schien mir vernünftig, mit etwas einfachen anzufangen. Ich eilte also in die Wollabteilung des nächsten Kaufhauses und schnappte mir ein Nadelspiel und die erstbeste Sockenwolle die mir in die Finger kam: Eine selbstmusternde Regia Color.

Den Rest des Monats habe ich mit Sockenstricken verbracht. In Anbetracht des heißen Temperaturen, 30° C und höher, fühlte sich das etwas seltsam an. (“Der nächste Winter kommt bestimmt”, kommentierte mein Mann als ich strickend am See saß.

Ich war sehr stolz auf die fertigen Socken und habe sie viel getragen. Aus gegebenen Anlass habe ich mich heute gefragt, wo sie eigentlich sind. In den Tiefen meines Schrankes habe ich sie schließlich gefunden und mehrere kleine Löcher in den Sohlen entdeckt. Vermutlich habe ich sie irgendwann mit dem Vorsatz weggepackt, sie zu stopfen und dann vergessen.
 

 
Warum nicht die Gunst der Stunden nutzen und es nachholen. Zum Glück hatte ich noch einen Rest der Wolle in meinem Stash.
 

 

Ich war so auf das Stopfen konzentriert, daß ich völlig vergessen habe ein Foto davon zu machen. Ich habe diese Anleitung benutzt. Mangels Stopfei habe ich einen meiner Silikon Jonglierbälle zweckenfremdet. Natürlich habe ich penibel darauf geachtet, kein Loch hinein zu stechen.

 

 

Meine Oma wäre stolz auf mich. (Ich werde sie fragen ob sie mir ein altes Stopfei abtreten kann, wenn ich sie das nächste mal sehe.

 

Bald in diesem Blog

7. März 2011

 

 
Ich werde vom 28. März bis zum 3. April an der “Knitting & Crochet Blog Week 2011″ teilnehmen. Eine Woche lang werden die Bloggerinnen der internationalen Strick- und Häkelcommunity täglich über ein gemeinsames Thema schreiben. Nähere Information dazu findet ihr auf der Seite der Initiatorin, bei Eskimimi Knits.
 
Auch nicht-englischsprachige Blogs sind ausdrücklich eingeladen teilzunehmen!
Ich fände es toll, wenn sich die ein oder andere von Euch mir anschließen würde!
 

Honigäpfel

16. Februar 2011

 

 
Quitten sind Früchte, die ich lange Zeit nur von historischen Gemälden kannte. Liebe, Glück und Fruchtbarkeit sollen sie dort symbolisieren.
Im Garten meiner Eltern wuchsen es zwar zahlreiche, auch ausgefallene Obst- und Gemüsearten, ein Quittenbaum war aber nicht darunter.

Es dauerte lange, bis ich diesen Früchten außerhalb eines Museums begegnete.
Vor ein paar Wochen entdeckte ich, daß der Anbieter meiner Biokiste Quitten im Angebot hat. Ich freute mich und bestellte ein paar.
Ich legte sie in Schale, bewunderte sie, genoß ihrem wunderbaren Duft, machte Fotos und bereitete -schlussendlich- köstliche kleine Süßigkeiten aus ihnen zu: Quittenkonfekt.
 


 

(Das es im Netz zahlreiche wunderbare Rezepte gibt, spare ich es mir, hier mein eigenes aufzuschreiben. Zumal ich mich verpflichtet fühlen würde, dies auch auf Englisch zu tun. Und dazu erst einige Stunden lang nach den entsprechenden englischen Küchenbegriffen recherieren müsste.)

 

Winterberry

7. Februar 2011

 
Ich liebe meine Wärmflasche und gehe im Winter nicht ohne sie ins Bett. Da Gummi nicht sonderlich zum kuscheln einlädt, hatte ich mir bereits letzten Winter vorgenommen, ihr eine neue Hülle zu stricken.

Nun habe ich endlich getan. Und die Gelegenheit genutzt, meine erstes Strickanleitung zu kreieren und niederzuschreiben.
 

Ich freue mich euch ‘Winterberry’ vorstellen zu dürfen! Eine Wärmflaschenhülle mit einem floralen Beeren  und Ranken Motiv, gestrickt in Worsted Weight.


 
Die kostenlose (englischsprachige) Anleitung und weitere Details findet ihr hier: www.gluecksfisch.com/patterns/

 

 

Nachschub

14. Januar 2011

 

 

Ok, Gummibänder würden reichen. Aber ich mag das Gebaumsel.

Maschenmarkierer aus Süßwasserperlen und Jaspis, gekauft auf etsy.

 

Fischgezwitscher

10. Januar 2011

 
Kleine Notiz:

Ihr könnt mir nun auf Twitter folgen. http://twitter.com/#!/gluecksfisch

(Leider nur auf Englisch.)
 

220

9. Januar 2011

Cascade 220 ist das meist benutzte Garn auf ravelry und ich kann verstehen, warum es so populär ist: Es ist aus 100% Wolle, angenehm weich und relativ preisgünstig. Man bekommt es in unzähligen wunderschönen Farben und es lässt sich gut und zu einem klar definierten Maschenbild verstricken.
Anders gesagt: Eine wunderbar vielseitige Wolle!

Entsprechend einfach fiel es mir, die Wolle für meine nächsten drei Strickprojekte, zufällig alle in “worsted weight”, auszuwählen.

 

 

Dieses herrliche Grün, eine “heather” Farbe mit dem lustigen Namen “Turtle”, ist für ein Strickmuster, das ich schon sehr lange auf meiner Liste habe. Ich werde daraus einen Rock stricken, den Sawtooth Skirt by Kira K Designs genauer gesagt. Ich bin schon sehr darauf gespannt und kann es kaum erwarten, die Maschen anzuschlagen, möchte vorher aber erst noch ein anderes Projekt fertig stricken.

 

 

Und zwar ein Paar schlichte Fäustlinge für Herrn Glücksfisch, passend zu der Mütze die ihm zu Weihnachten gestrickt habe. Der erste wurde heute fertig, den zweiten werde ich heute Abend anfangen. Fotos des kompletten Sets werde ich euch zeigen, wenn es fertig ist. -Ach, ja. Das Marinieblau heißt “Navy”. Wie auch sonst.

 

 

Den Strang in “Ruby red” habe ich gekauft um eine Hülle für meine heiß geliebte Wärmflasche zu stricken. Ein Muster dafür ist schon in meinem Kopf und wartet darauf aufgeschreiben und gestrickt zu werden.