Honigäpfel

16. Februar 2011

 

 
Quitten sind Früchte, die ich lange Zeit nur von historischen Gemälden kannte. Liebe, Glück und Fruchtbarkeit sollen sie dort symbolisieren.
Im Garten meiner Eltern wuchsen es zwar zahlreiche, auch ausgefallene Obst- und Gemüsearten, ein Quittenbaum war aber nicht darunter.

Es dauerte lange, bis ich diesen Früchten außerhalb eines Museums begegnete.
Vor ein paar Wochen entdeckte ich, daß der Anbieter meiner Biokiste Quitten im Angebot hat. Ich freute mich und bestellte ein paar.
Ich legte sie in Schale, bewunderte sie, genoß ihrem wunderbaren Duft, machte Fotos und bereitete -schlussendlich- köstliche kleine Süßigkeiten aus ihnen zu: Quittenkonfekt.
 


 

(Das es im Netz zahlreiche wunderbare Rezepte gibt, spare ich es mir, hier mein eigenes aufzuschreiben. Zumal ich mich verpflichtet fühlen würde, dies auch auf Englisch zu tun. Und dazu erst einige Stunden lang nach den entsprechenden englischen Küchenbegriffen recherieren müsste.)

 

Mehr Knit Art

12. Februar 2011

 
Vor zwei Wochen habe ich die umstrickten Fahrradständer entdeckt.

Heute berichtet die Zeitung meines Vertrauens, die taz, über die neue Streetartform “Urban Knitting”: “Wenn die Laterne lila Strümpfe trägt”.
Die darin porträtierte Künstlerin ist offenbar in einem anderen Bezirk unterwegs als ich, ich bin ihren Werken leider noch nie begegnet.

So langsam bekomme ich Lust darauf, selbst einen Laternenmast zu umstricken. (Sind die “Urban Knitting” Fotos auf flickr nicht großartig?)
 
 

Ach, ja: Stammt Wolle für Streetart Knitting vom Streetart Schaf?
 

 

Winterberry

7. Februar 2011

 
Ich liebe meine Wärmflasche und gehe im Winter nicht ohne sie ins Bett. Da Gummi nicht sonderlich zum kuscheln einlädt, hatte ich mir bereits letzten Winter vorgenommen, ihr eine neue Hülle zu stricken.

Nun habe ich endlich getan. Und die Gelegenheit genutzt, meine erstes Strickanleitung zu kreieren und niederzuschreiben.
 

Ich freue mich euch ‘Winterberry’ vorstellen zu dürfen! Eine Wärmflaschenhülle mit einem floralen Beeren  und Ranken Motiv, gestrickt in Worsted Weight.


 
Die kostenlose (englischsprachige) Anleitung und weitere Details findet ihr hier: www.gluecksfisch.com/patterns/

 

 

Knit Art

2. Februar 2011

 

 

Auf meinem Weg durch die Stadt habe ich gestern auf diese umstrickten Radständer entdeckt. Fast hätte ich sie übersehen, sie verschwanden fast völlig in der Masse der sie umgebenden Fahrräder.

Streetart!” war mein erster Gedanke, bin ich es, in Berlin lebend, doch gewohnt alle zwei Meter über ein Kunstwerk zu stolpern. Selbst mein Auto wurde im letzten Jahr mit Streetart verschönert. Und nein, ich war nicht verärgert darüber. Ich fühlte mich geschmeichelt und war traurig als der Regen den netten kleinen Sticker wieder abgespült hatte.

Die Radständer-Bezüge waren keine Streetart. Zumindest keine authentische, unkommerzielle. Als ich mich umsah, bemerkte ich eine Galerie mit einer Austellung diverser gestrickter Dinge. Lampenschirme, Vasen, einige Kleidungsstücke. In der Mitte des Raumes saß eine junge Frau, vermutlich die Designerin, an einem Tisch. Sie strickte.

Ich bin beeindruckt. Das ist bereits die zweite Nobelboutique hier im Viertel, die hochpreisige handgestrickte Sachen verkauft. (Noch beeindruckter wäre ich allerdings, wenn diese Sachen nicht fast ausschließlich aus Wolle der Stärke Bulky oder Super Bulky gefertigt wären.)

Stricksachen als Luxusgut. Ich glaube dieser Trend gefällt mir.