Noble Cowls

17. Dezember 2010

Ich finde Schalkragen großartig. Keine langen, ständig von der Schulter rutschenden Schalenden, keine voluminösen Knoten, keine um den Hals gewickelten Stofflagen, die nach ein paar Metern in der Kälte ihre zugigen Schwachstellen offenbaren.

Überzeugt hat mich die Tudora, die ich vor rund zwei Jahren aus übrig gebliebener Alpakawolle gestrickt habe. Sie hat mir gute Dienste geleistet und ich mag die Renaissance-Anklänge des Designs sehr. Bei richtig klirrender Kälte ist sie mir allerdings etwas zu schmal.


 
Für diesen Winter nahm ich mir also vor, einen größeren, kuscheligeren Kragen zu stricken.
 
Für ein Strickmuster hatte ich mich schnell entschieden. Ein Noble Cowl sollte es werden. Schwieriger war die Frage nach der geeigneten Farbe. Dezent sollte sie sein, farblich sowohl zu meinem Mantel als auch zu meinen unterschiedlichen Mützen und Handschuhsets zu passen. Das Weiß der Tudora war mir immer etwas zu auffällig, also bleibt nicht viel Auswahl übrig. Anthrazit, Schwarz. Nicht gerade meine Lieblingsfarben für Lace. Dunkle Farben schlucken so viele Details.

Ein paar schwarze Knäuel Sublime Cashmere Merino Silk DK hatte ich aber noch zuhause, also schob ich meine Skepsis zur Seite.
Und wurde angenehm überrascht. Der fertige Schal wirkt schlicht aber elegant. Er trägt sich angenehm ist warm und außerdem weit genug, um die Frisur unbeschadet zu lassen, wenn man ihn über den Kopf zieht. (Das war mein Bedenken Nr. 2.)

 

 

Mein Exemplar ist besonders groß ausgefallen. Ich war so in meine Arbeit vertieft, daß ich vergessen habe in die Anleitung zu sehen und versehentlich 3 statt nur 2 1/2 Musterwiederholungen gestrickt habe. Macht aber nichts, es ist perfekt so und die zusätzlichen Zentimeter kann ich bei der aktuellen Wetterlage gut gebrauchen.


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