Ich mag Transparentsterne.

30. Dezember 2010

Und den Schnee da draußen.

 

Selbu Modern

23. Dezember 2010

 
Zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren habe ich mich an ein zweifarbiges Projekt gewagt. Eine Selbu Modern Mütze, aus Malabrigo Sockenwolle. “Botticelli Red” heißt diese wundervolle Rostrot.
 

 

Ich habe die Gelegenheit genutzt, mir das zweihändige Fair-Isle Stricken beizubringen, bei dem ein Faden mit der linken Hand “kontinental”, der andere “englisch” mit der rechten Hand verstrickt wird.

Mich fasziniert diese Technik seit langem, war aber am Anfang skeptisch, ob sie wirklich praktikabel für mich ist.
Beim Stricken der Maschenprobe, versuchte ich deshalb zuerst beide Stränge in der linken Hand zu halten. Ich scheiterte grandios. Ständig verhedderten sich die Fäden und verrutschten zudem auf meinem Finger, so daß es mich große Konzentration kostete, die richtige Farbe zu erwischen.
Ich probierte es mit dem Norwegischen Strickfingerhut, den ich mir in weiser Voraussicht gekauft hatte. Fehlanzeige. Er war für meine schlanken Finger schlichtweg zu groß.

Also gab ich der zweihändigen Methode eine Chance. Und fand sie erstaunlich komfortabel. Ein Knäuel links neben mir, das andere rechts. Endlich sauber getrennte, sich nicht mehr verwirrenden Fäden!

Die englischen Maschen gingen mir besser von der Hand als gedacht (ich hatte sie hin und wieder geübt, wenn mir beim stricken früherer Projekte langweilig wurde), dennoch brauchte ich für die ersten Reihen eine gefühlte Ewigkeit. Doch je mehr ich strickte um so einfacher wurde es und die ungewohnten Bewegungsabläufe gingen mir immer flüssiger von der Hand.

Als kleine Perfektionistin bin ich mit dem Ergebnis allerdings nicht vollkommen zufrieden. Meine Spannung ist noch zu ungleichmäßig, manche Maschen sind zu locker, andere zu fest. Trotzdem mag ich die Mütze sehr gerne. Sie sieht reizend aus und ich trage sie mit Stolz.

Ich denke, ich werde demnächst dazu passende Handschuhe stricken.

 

 

Willkommen!

21. Dezember 2010

 
Herzlich willkommen auf gluecksfisch.com! Schön, daß ihr her gefunden habt!
 
 

Ein Wochenende nervenaufreibender Arbeit liegt hinter mir, aber nun ist es geschafft: Die Seite läuft, sieht aus wie sie aussehen soll, sämtliche Fehlermeldungen scheinen besiegt. Ich kann es kaum glauben!

Das Blog selbst zu hosten und es zweisprachig werden zu lassen war ein lang gehegter Wunsch von mir. Nun habe ich ihn mir erfüllt, blicke voll Spannung in die Zukunft und freue mich auf neue Leser, aus deutsch- und anderssprachigen Ländern.
 
 
PS.
Es wäre lieb wenn diejenigen unter euch, die in ihrer Blogroll auf mich verlinken, die URL ändern könnten! Danke!
 
 
PPS.
Ein Jahr lang habe ich darauf gewartet, das hier endlich in die Seite einbinden zu können. Freue mich sehr darüber! (Man kann sie füttern, übrigens.)
 

Noble Cowls

17. Dezember 2010

Ich finde Schalkragen großartig. Keine langen, ständig von der Schulter rutschenden Schalenden, keine voluminösen Knoten, keine um den Hals gewickelten Stofflagen, die nach ein paar Metern in der Kälte ihre zugigen Schwachstellen offenbaren.

Überzeugt hat mich die Tudora, die ich vor rund zwei Jahren aus übrig gebliebener Alpakawolle gestrickt habe. Sie hat mir gute Dienste geleistet und ich mag die Renaissance-Anklänge des Designs sehr. Bei richtig klirrender Kälte ist sie mir allerdings etwas zu schmal.


 
Für diesen Winter nahm ich mir also vor, einen größeren, kuscheligeren Kragen zu stricken.
 
Für ein Strickmuster hatte ich mich schnell entschieden. Ein Noble Cowl sollte es werden. Schwieriger war die Frage nach der geeigneten Farbe. Dezent sollte sie sein, farblich sowohl zu meinem Mantel als auch zu meinen unterschiedlichen Mützen und Handschuhsets zu passen. Das Weiß der Tudora war mir immer etwas zu auffällig, also bleibt nicht viel Auswahl übrig. Anthrazit, Schwarz. Nicht gerade meine Lieblingsfarben für Lace. Dunkle Farben schlucken so viele Details.

Ein paar schwarze Knäuel Sublime Cashmere Merino Silk DK hatte ich aber noch zuhause, also schob ich meine Skepsis zur Seite.
Und wurde angenehm überrascht. Der fertige Schal wirkt schlicht aber elegant. Er trägt sich angenehm ist warm und außerdem weit genug, um die Frisur unbeschadet zu lassen, wenn man ihn über den Kopf zieht. (Das war mein Bedenken Nr. 2.)

 

 

Mein Exemplar ist besonders groß ausgefallen. Ich war so in meine Arbeit vertieft, daß ich vergessen habe in die Anleitung zu sehen und versehentlich 3 statt nur 2 1/2 Musterwiederholungen gestrickt habe. Macht aber nichts, es ist perfekt so und die zusätzlichen Zentimeter kann ich bei der aktuellen Wetterlage gut gebrauchen.


Beutelmeise

16. Dezember 2010

 

…und nachdem der Sommer dann vorbei war, legte ich auch meine Sonnenbrille wieder ab. Und stellte fest, daß das Aufbewahrungssäckchen irgendwo zwischen Nordsee, Alpen und Mittelmeer verloren gegangen war…

 

Die Gelegenheit für ein nettes kleines Einstiegsprojekt!

 

 

Die Anleitung nennt sich “Ditty Bags” und ist bei Maia Spins zu finden. Die verschiedenen Details der drei Beutel können nach belieben miteinander kombiniert werden. Meiner ist eine Mischung aus dem gelben und dem lilafarbenen.

 

 

Bei dem Garn handelt es sich -viele werden es erkannt haben- um Wollmeise 100% Merino in der Farbe Sultan. Es macht mir immer wieder Spaß, solche knallbunten Farben zu verstricken. Auch wenn ich es im Alltag lieber etwas gedeckter mag. (Oder vielleicht gerade deswegen…?)

 

 

(Beutelmeisen sind reizende Vögelchen, übrigens.)

 

aufgetaucht

15. Dezember 2010

Nachdem hier immer wieder Kommentare verfasst werden und die Zugriffszahlen unverdrossen konstant bleiben (Vielen lieben Dank an Euch!), gebe ich mir hiermit einen Tritt in den Allerwertesten und hole das Blog aus der Versenkung.

Der Grund für das Verschwinden dorthin war lapidar: Sommerpause.
Ich kann mir nicht helfen. Sobald es wärmer wird, die Tage wieder länger, schwindet mein Interesse an Wolle rapide. Ich bin jedes Jahr überglücklich, meine Sommerkleider herausholen zu können.
Endlich wieder barfuß oder in Sandalen, keine wärmenden Strümpfe mehr nötig. Hitzewelle? Fantastisch! Es gibt nichts schöneres, als spät abends noch bei 26°C durch die Stadt zu flanieren. Kuschelige Tücher? Völlig überflüssig! Warme Socken? Was bitte ist das und wann zieht man das an? Und überhaupt, am See zu lesen ist doch sehr viel entspannender als sich durch komplizierte Lacemuster zu kämpfen. Mal, davon abgesehen, daß mein Leben nicht nur aus Strickprojekten besteht.
Schade nur um all die Wolle, die sich in meinem Schrank stapelt. Ob ich die noch jemals brauchen werde?

Und dann ist es irgendwann Herbst und mit den ersten bunten Blättern, den ersteren kühleren Tagen kommt unweigerlich die Erkenntnis: Mist! Ich brauche einen Schal! Neue Handschuhe! Einen Bezug für die Wärmflasche!
Muß ich mir das nun etwa kaufen? Bei einer dieser Modeketten? Aus Polyacryl?! -Lieber Himmel, nein! Allein die Vorstellung ist schrecklich.
Wo sind meine Stricknadeln? Wie heißt noch mal die Community mit dem komischen Hund, bei der ich angemeldet bin? Oh, sieht dir das an! Was für ein wunderschönes Design! Die passende Wolle dafür habe ich sogar!

Und dann hat mich der Virus wieder gepackt.

Bis zum nächsten Frühjahr.