Muir

29. Juni 2009

Gestrickt habe ich im Urlaub natürlich auch.

Muir heißt dieses wunderschöne Muster. Ich stricke allerdings keine große Stola, sondern lediglich einen schmalen Schal nach dem Vorbild von DistantKnitter.

Das Garn, eine Merino-Seidenmischung habe ich mit Säurefarben selbst gefärbt und bin sehr stolz auf das Ergebnis.

Ich habe eigentlich erwartet, daß ich diesen kleinen Schal während zwei Wochen Urlaub locker fertig bekommen werde. Das Gegenteil war der Fall. Zu vier Musterwiederholungen habe ich es mir Mühe und Not gebracht.
Stricken am Strand, mit von Salzwasser und Sonnencreme klebrigen Fingern, erwies sich als nicht sehr praktikabel. Davon abgesehen war ich zu sehr damit beschäftigt zu lesen oder einfach nur auf das Meer zu gucken.

Nun, wieder zuhause, ruht Muir erstmal. Im Augenblick steht mir der Sinn nach simpleren Dingen.

Elba

28. Juni 2009

Elba-Impressionen. Etwas wehmütig und ohne viele Worte.

 

 

Lieblingsbucht

Lieblingsort (Marciana Marina)

anderer Lieblingsort (Marciana)

Rio Marina

glücklicher Kaktus

glückliche Fische

skeptische Seesterne


 

 

flaumfedrig

27. Juni 2009

 

Leicht wie eine Feder und unbeschreiblich kuschelig ist das Knäuel Rowan Kidsilk Haze, das ich gerade zu einem Wisp verstricke.

Da ich allzu komplizierter Lacemuster momentan etwas überdrüssig bin, kommt mir dieses einfache und entspannende Projekt gerade recht. -Noch vor einem halben Jahr wäre mir nicht im Traum eingefallen diese Fischernetzspitze, die Unaufmerksamkeiten gerne mit großen Löchern bestraft, als “entspannend” zu bezeichnen. Aber inzwischen geht es mir leicht und erstaunlich schnell von der Hand.

 

 

Ich bin sehr verliebt in das luxuriöse Kidsilk und würde in Zukunft gerne öfter damit stricken. (Wahlweise auch mit einer der preiswerteren Alternativen.) Schon lange in meiner Queue ist die Ice Queen und auf ravelry habe ich einige hübsche Strickjäckchen und Oberteile daraus gesehen.

Meravigliosa Mantova

25. Juni 2009

Prolog

Von La Spezia kommend waren wir im Sommer 2003 mit dem Auto unterwegs zu einem Agriturismo zwischen Mantua und Verona. Wir hatten Opernkarten für den kommenden Tag und sollten in der Arena Turandot hören.

Wir lagen gut in der Zeit, unsere Gastgeber erwarteten uns am späten Abend, als wir auf die Idee kamen, von Parma aus die Landstraße nach Mantua zu nehmen und so den vermeintlichen Umweg der Autobahn über Modena zu umgehen. Ein fataler Fehler.

Wenn ich mir diese Strecke auf der Karte ansehe, verstehe ich heute wie damals nicht, was an ihr problematisch sein sollte. Jedoch erwies sich die Beschilderung vor Ort als überaus spärlich.

Auf der Suche nach der richtigen Straße kreisten wir zwei Stunden um Parma, um gegen Mitternacht schließlich, völlig verzweifelt, auf dem hell erleuchteten Werksgelände von Barilla zu landen. (Ein erhebender Moment, trotzdem.)
Das wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, sich wieder auf die Autobahn zu begeben. Hätten wir auch gemacht, wenn nicht… Barilla zufälligerweise an der Via Mantova läge. Heureka!

Neuen Mutes machten wir uns auf den Weg. Die ersten 30 Kilometer ging alles gut. Dann folgte eine Umleitung. Sie führte ins Nichts.

Irrwitziger Höhepunkt der Nacht: Nachdem wir kilometerlang orientierungslos durch die Dunkelheit gefahren waren, auf der verzweifelten Suche nach der inzwischen schon fantastisch erscheinenden Stadt Mantua oder zumindest einem Wegweiser dorthin, teilte sich plötzlich die Straße und auf der Gabelung tauchten -hurra!- zwei Schilder auf. Ein Pfeil nach links: Mantova. Daneben ein Pfeil nach rechts: Ebenfalls Mantova.

Das um diese nachtschlafende Zeit menschenleere, aber prachtvoll beleuchtete Renaissancestädten, das wir kurz darauf durchfuhren, erschien uns jedoch zauberhaft und wir nahmen uns vor, irgendwann dorthin zurückzukehren.

Wir brauchten sechs Jahre, um diesen Vorsatz wahr werden zu lassen.
 
 


 
 

Die Altstadt von Mantova ist umgeben von drei, im 12. Jh. künstlich angelegten Seen, dem Lago Superiore, Lago di Mezzo, und dem Lago Inferiore.

 

Der Blick auf die Stadtsilhouette bei der Anfahrt ist zweifelsohne spektakulär…

 

… fast noch spektakulärer fand ich jedoch den Gummibaum vor unserem (überaus reizenden) Bed&Breakfast- Zimmer.

Ein untrügliches Zeichen dafür, endlich wieder in Italien zu sein und genauso sehnsuchtsvoll erwartet wie der erste Oleander an der Autobahn oder der erste Feigenkaktus.

 

Ein Stadtbummel im (endlich warmen) Regen.

 

Die Kuppel der Basilica di Sant’Andrea, davor der Turm des Palazzo del Podestà

 

Der Palazzo Ducale, der Dogenpalst.

 

Im Vordergrund die älteste Kirche der Stadt, die Rotonda di San Lorenzo (11.Jh).

Der Grund für das Foto war aber vielmehr die Dachterasse dahinter, einer der bezaubernsten, die ich bislang gesehen habe.

 

Die Piazza Matilde di Canossa (Was ich nur weiß, weil es auf dem Straßenschild rechts steht. Ich fand die Ecke einfach nett.)

 

Könnte auch Venedig sein, ist aber der Rio, ein Kanal der quer durch Mantuas Innenstadt vom Lago Superiore in den Lago Inferiore fließt. Somit ist der nordöstliche Teil des Centro Storico also komplett von Wasser umschlossen.

 
 

Wir hatten nur zwei Abende in Mantova, zwei Zwischenstopps auf Hin- und Rückreise. Gerne wäre ich länger geblieben, bzw. hätte gerne noch andere Städte der Gegend erkundet. Cremona, Modena, Brescia, Padova; alls verlockende Namen, die ich bislang bestenfalls vom vorbeifahren oder kurzen Stopps auf den Bahnhöfen kenne.

Am Morgen nach der erste Mantova-Pause fuhren wir weiter nach Piombino, um von dort die Fähre nach Elba zu nehmen.
 
Bericht und Fotos folgen in Kürze.

ritornata

23. Juni 2009

Ich melde mich aus dem Urlaub zurück.

Hinter mir liegt eine herrliche Zeit in Italien, vierzehn Tage davon auf der Insel Elba, die ich seit meiner Kindheit liebe.

Zwei Wochen umgeben von duftender, üppig blühender Vegetation, warmen Terracottafarben, flirrender Hitze, türkisblauem Meer, Vogelgezwitscher, Salamandern, Zikaden und Glühwürmchen… (Die Mücken verschweige ich großzügig.)

Zwei Wochen, in denen es meine größte Freude war, bei 30°C am Strand zu sitzen und mir am Telefon die aktuellen Temperaturen von Berlin (15°C) und vor allem die der Ostseeküste (eisige 12°C) berichten zu lassen. Alternatives Reiseziel wäre Møn gewesen. Auch schön, aber… Brrr!

Eigentlich hatte ich vor, hier nun einen kleinen Reisebericht und einige Bilder anzufügen.
Da ich aber reichlich Zeit und Gelegenheit hatte, meiner Leidenschaft dem stricken fotografieren zu frönen, werden es mehrere, ausführlichere werden. Irgendetwas muß ich mit den 1178 Fotos ja anfangen. ;-)
Keine Angst, ihr bekommt sie nicht alle zu sehen.

Liebkosung

3. Juni 2009

Wie geplant ist rechtzeitig vor meiner Italien-Reise die Caricia fertig geworden.
 

 

 

13 Musterwiederholung sind es letztendlich geworden, von 200 Gramm wundervoller Seasilk sind 9 Gramm übrig geblieben.
Sie misst ca. 190cm x 90cm. Eine komfortable Größe, um sich an einem Sommerabend vor einer frischen Brise zu schützen, finde ich.
 
 

Henriette steht die Caricia ganz vortrefflich.

Mir allerdings auch.