Fundstück

25. Mai 2009

Lieber Unbekannter,
der du dieses Blog mit den Suchbegriffen “faden mit spindel zum jonglieren” gefunden hast:
Das was du suchst nennt sich “Diabolo“.
 
 

 
 

Leider ist die Wahrscheinlichkeit, daß du hierher zurückkommen und und die Antwort lesen wirst, wohl eher gering.

(Was die Person, die nach “abenteuer in gummihandschuhen” googelte zu finden hoffte, will ich lieber nicht wissen.)

Rückblende

16. Mai 2009

Momentan gibt es nicht viel zu erzählen, zumindest nichts Blog-Relevantes.

Die Caricia steht kurz vor der Vollendung. (Sie wäre schon längst fertig, wenn ich mich endlich entscheiden könnte, ob ich gleich abkette oder lieber noch ein, zwei Wiederholungen stricke.)

Das Lacegarn für ein neues Projekt, das Sommer-Urlaub-Meer-Reiseandenken, liegt neben mir und wartet auf den Färbetopf. Die dafür in Frage kommenden Strickmuster konnte ich immerhin auf zwei reduzieren.

Eine gute Gelegenheit also, um einem Blick zurück zu werfen, auf Projekte aus der Zeit vor diesem Blog.
 
 

Begonnen hat meine Strick-Leidenschaft vor ca. einem Jahr:
In meinem Lieblingsforum beobachtete ich bereits seit geraumer Zeit einen Strick-Thread. Ganz zu Anfang hatte ich einmal hineingelesen, etwas verwundert zur Kenntnis genommen, wie viele der jungen Frauen sich plötzlich fürs Stricken interessierten.

Danach habe ich ihn ignoriert. Monatelang. Mit voller Absicht. Ich ahnte wie viel Geld man für Wolle und Zubehör ausgeben kann…

Irgendwann begann ich, doch hin und wieder hineinzusehen. Wunderschöne Lacetücher und herrliche handgefärbte Wolle zu bewundern. Festzustellen, daß inzwischen auch die X, die Y, dazugekommen sind.

Es begann mir in den Finger zu kribbeln.

Die Jahre zuvor hatte ich sporadisch gestrickt. Hier eine Mütze für den Liebsten, da ein angefangener Schal.
Wolle habe ich schon immer geliebt. Wenn ich mich mal in ein Wollgeschäft verirrte, hätte am liebsten Berge davon gekauft, gesammelt. Nur leider hatte ich nicht die geringste Ahnung, was ich mit ihr hätte machen sollen. Die Anleitungen deutscher 08/15-Strickmagazine waren nicht gerade inspirierend.

Der Strickthread verfolgte mich. Bis in den Urlaub. Ich saß in Dänemark am Strand und hätte sonstwas darum geben, statt meines Buches Strickzeug dabei zu haben. Ich kam mir ein klein wenig meschugge vor.

Wieder zuhause marschierte ich schnurstracks in die nächstbeste, miserabel sotierte Kaufhaus-Kurzwarenabteilung und kaufte ein Prym-Nadelspiel und zwei Knäuel halbwegs hübsche Regia Color.

Ein paar Tage später ich bei 32° C im Schatten am Ufer “unseres” Badesees und strickte wie besessen an meinem ersten Socken strickte. Mein Mann kommentierte dies lakonisch mit “Der nächste Winter kommt bestimmt”.

Die Socken waren mir schon vorher nützlich.

Und ich liebe sie! Nicht nur weil sie meine ersten selbstgestrickten sind; sie sind, verglichen mit so mancher wunderschönen Lace-Socke, die man fast mit Gewalt über den Spann ziehen muß, auch herrlich bequem und “unkompliziert” zu tragen.

Glücksfisch?

7. Mai 2009

Es war beim Anmelden auf einer jener Seiten mit hunderttausenden Usern, die bereits jeden möglichen und unmöglichen Benutzernamen registriert haben.

Ich probierte etliche Pseudonyme durch, vergeblich; darauf, eines davon mit einem mehrstelligen Zahlencode zu ergänzen hatte ich wenig Lust.

Etwas ratlos ließ ich meinen Blick durchs Zimmer schweifen. Er blieb an dem kleinen Koi aus Weichplastik hängen, den mir mein Mann kurz vorher geschenkt hatte.

Ich tippte gluecksfisch; deutsch und mit Umlaut schien mir der Name exotisch genug um eine Chance zu haben. -Und wirklich: Noch frei!

Ich bewegte mich bereits etliche Monate als glücksfisch im Netz, bis ich es mir wie… äh… Schuppen von den Augen fiel, daß das Plastikfischlein nicht meine einzige Verbindung zu diesem Namen ist.

Wie konnte ich die chinesische Papierrolle mit dem roten Glückssymbol an meiner Wand übersehen, unter der ich sitze während ich mit dem Laptop im Internet surfe?

Und darüberhinaus vergessen, daß im Sternzeichen Fische geboren bin?