Silence

28. März 2009

Falkland Roving von Spindlefrog.

Fast zu schön zum verspinnen.

neckisch

27. März 2009

Ich habe ungeduldig darauf gewartet, es gedruckt in den Händen zu halten. Ysoldas reizendes kleines Buch “Whimsical Little Knits”.

Ich will auf jeden Fall das Hap Blanket stricken und natürlich die passende Mütze zur Ishbel. -Auch wenn vermutlich erst im Herbst, momentan steht mir der Sinn mehr nach sommerlicheren Projekten. Nach seidigen Laceschals, leichten Strickjäckchen…

(Mit diesen Bildern im Hinterkopf freut mich die Signatur umso mehr. Meine Güte, was für eine Arbeit! Thank you so much, Ysolda!)

Letzte Woche wurde mein Lace Ribbon Scarf fertig.

Ich muß sagen, ich bin ein kleines bisschen deprimiert.

Nicht, weil ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden wäre, nein. Ich liebe die subtilen, warmen Gewürztöne der Wollmeise Spice Market.

Cumin, Safran, Chili, Thymian, Curcuma, Nelken…  Ich kann sie alle förmlich riechen. Schon beim Stricken habe ich es genossen, über den Farben zu meditieren. (Ganz herzlichen Dank nochmal an jriede für dieses Weihnachts-Wichtelgeschenk!)

Ebenso das Muster. Wunderschön, diese endlosen, schlängelnden Lochmusterreihen. (Ich stand beim spannen ehrfurchtsvoll davor und konnte kaum glauben, daß ich jede einzelne dieser Maschen mit der Hand gestrickt habe.)

Es gibt nur einen kleinen Wermutstropfen: Ich hätte sooo gerne noch weiter gestrickt! Das Projekt war perfekt. Klein genug, um es überall mit hinzunehmen, ein leicht zu merkendes Muster, das dennoch interessant und abwechslungsreich ist. Es war Entspannung pur, diesen Schal zu stricken. Keine Minute wurde er mir langweilig.

Nun bin ich auf der Suche nach einem neuen “mindless project”. Zum stricken in der U-Bahn, auf dunklen Kirchenemporen, in Cafés, in Erholungspausen von der Caricia… Zwar ist meine Ravelry-Queue lang, die Projekte in ihr aber überwiegend eher “mindful”. Nichts zum nebenherstricken. Und selbst nach (mehr oder weniger) schlichten Socken steht mir momentan so gar nicht der Sinn.

Orangensorbet

23. März 2009

Der erste Versuch ist geglückt:

Sockenwolle, 100% Merino Superwash. Eigenhändig gefärbt.

Es war ein Abenteuer. Unzählige Anleitungen und Berichte über das Färben mit Ostereierfarben habe ich im Netz gelesen und war danach verwirrter als zuvor. Jeder hat sein Patentrezept, jeder andere Empfehlungen bezüglich der Dosierung und Einwirkzeit.

Also habe ich mich einfach in die Küche gestellt, nach Gutdünken Farbe angerührt, ausprobiert wie ich diese am besten auf die Wolle bekomme…

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Anfängerglück vielleicht?

Egal! Ich habe Erfahrungen gesammelt. Beim nächsten Mal werde ich bereits systematischer ans Färben herangehen. Die Küche etwas weniger einsauen. Noch konsequenter Gummihandschuhe tragen…

Spaß macht es jedenfalls! Sehr sogar! (Ich liebäugle schon mit Ashford und Co.)

selbsterklärend

19. März 2009

Geistesblitz

17. März 2009

Caricia, Reihe 36, meine Gedanken schweifen:

“Traumhaft diese Seasilk! Unglaublich weich…. Hübsch, das Muster! Strickt sich eigentlich ganz gut, langsam habe ich den Bogen raus… Ein bisschen locker allerdings…  Auf den Fotos von Anne Hanson und sieht das irgendwie besser aus… Fester. Definierter. Bei mir verschwimmt das so. Ob ich es auftrenne und nochmal mit dünneren Nadeln beginne? 3,5mm anstatt 4mm? -Ach Quatsch, dann komme ich überhaupt nicht mehr vom Fleck. Das wird schon, nach dem Spannen sieht das besser aus!

Hmm… Aber 3,5mm wäre schon schöner… Ich habe mir doch kürzlich extra diese Nadelspitzen bestellt… Was wollte ich nochmal damit stricken? Ach ja, die Caricia… Die Caricia?!

Im Eifer des Gefechts US Größen mit metrischen verwechselt. Aufgetrennt. Nochmal angefangen.

Wieder Reihe 36.

Zufrieden, diesmal.

Ordnungshüter

16. März 2009

Seit Monaten kann ich mich nicht entscheiden, ob ich die dringend benötigten Project Bags bei einem der zahlreichen Etsy-Shops bestellen oder lieber selbst nähen soll.

Letzteres klingt nach der preiswerteren Variante. Vermutlich wäre sie es auch, wenn ich mich nicht ausgerechnet in Stoffe von Amy Butler, Joel Dewberry oder Etsuko Furuya verliebt hätte. Nicht nur, daß diese relativ teuer sind; sie werfen auch weitere Probleme auf:

Für welche der wunderschönen Motive soll ich mich entscheiden? Wie schaffe ich es, wirklich nur soviel Stoff zu bestellen, wie ich für ein paar schnöde Beutelchen brauche? Was mache ich mit den restlichen 10 Metern, wenn mir das nicht gelingt? (Es wird mir definitiv nicht gelingen.) Warum zerschneide ich nicht einfach ein altes Bettlaken?

Überhaupt: Will ich das Geld nicht lieber für Wolle ausgeben?

Schwierig.

Um so froher bin ich, bei Ikea eine Zwischenlösung gefunden zu haben:

FABLER Beutel.
Erhältlich in grün, blau und pink (das selbst mir Rosa-Liebhaberin -siehe Wand- zu extrem ist).

Nicht übel, wenngleich nicht so edel wie aus Designerstoffen selbstgenäht.
Ich bin sehr erstaunt, wie viel in diesen kleinen Beuteln Platz hat. Selbst mein fast fertiger Lace Ribbon Scarf, Länge knapp 2 Meter, passt spielend hinein.

Herrlich! Endlich kein wild herumfliegendes Strickzeug mehr (wahlweise auf dem Sofa oder in meiner Handtasche), das sich ständig irgendwo verheddert und mich in die Panik versetzt, es könnten Maschen herunterfallen.

Wie konnte ich bislang ohne leben?

Ebenfalls lang ersehnt, sinnvolle Anschaffung Nummer 2:

Nachdem ich meiner Wolle ein ganzes Fach meines Bücherregals geopfert habe, brauchte sie eine schickere Unterkunft als alte Papiertüten und Kartons.

Von mir für mich

12. März 2009

Zum Geburtstag:

Wollmeise Farn medium.

80/20 Twin, da vermutlich Socken daraus werden (vielleicht die wunderschönen Hanging Vines Socks?) und ich zu viele Klagen über löchrige Wollmeisensocken aus 100% Merino gelesen habe.

Die Wolle überrascht mich positiv. Sie kommt der 100% Merino sehr nahe. Ein wenig stärker ist sie, die Lauflänge beträgt 466m anstatt 525m auf 150g.

Sie ist kuschelig weich, fast habe ich den Eindruck, sie ist ein kleines bisschen “fluffiger” als die reine Merino. Letztere ziehe ich immer noch vor, aber die Twin ist sehr angenehm. Weitaus angenehmer als Standard-Sockenwolle mit 25% Poly-Anteil, bei der ich hin und wieder leichte Plastik-Assoziationen habe. Ich bin sensibel geworden, seit ich fast auschließlich Naturfasern verstricke.

Für Wollmeise Shop Updates scheine ich im Moment einen sechsten Sinn zu haben. Gleich drei in Folge habe ich mitbekommen.
Sehr ergiebig waren sie nicht, von den vielen Farben die ich auf meiner Wunschliste habe, konnte ich bislang nur Indisch Rot und Farn ergattern. Die meisten anderen gab es schlichtweg nicht.

Und bislang war meine Vernunft größer als die Verlockung, mir blind so viele Stränge wie möglich unter den Nagel zu reißen. Dabei wäre es bestimmt möglich, sich bei ravelry seine Wunschfarben zu ertauschen… Aber ich kenne mich. Ich würde sie nicht mehr hergeben wollen, wenn ich sie erst in den Händen hätte. Denn schön sind letztendlich alle.